
Thema 2012
Farne und ihre Anwendung aus dem Kräuterbuch von Thomae Pancovii
1673
Im
Jahre 1654 erschien ein umfangreiches Kräuterbuch von Thomae
Pancovii. Er war Arzt des Hofes von Friderich Wilhelm, dem
Marggraffen zu Brandenburg. Schon wenige Jahre später, im Jahre
1673, brachte Bartholomaeum Zornn eine Neuauflage des mittlerweile
bekannten Werkes heraus. Man findet darin nicht weniger als 1536
Holzschnitte mit dazugehörigen Beschreibungen. Es bietet einen
herrlichen Einblick in die Vorstellungswelt der Ärzte des 17.
Jahrhunderts. Die Anwendungsbereiche werden in deutsch, die zu
verwendenen Teile, sowie die Dosierung wird in latein aufgeführt.
Dies diente dem Zweck, nicht kundigen Lesern das Wissen
vorzuenthalten. Das Geheimnis der Ärzte sollte gewahrt bleiben.
|
Scolopendria vera T.
Hinter dieser alten Bezeichnung verbirgt sich der Milzfarn (Asplenium ceterach L.). Der heutige deutsche Name läßt die frühere Verwendung schon vermuten: „...Dienet wider alle Milzkranckheiten/ Gelbsucht/ viertägigen Fieber/ zermalmet den Stein/ mindert den Saamen/ treibet den Urin und die Menses.“ Weitere Informationen finden Sie in meinem Katalog. |